Tagesgeldkonto - Vorteile und Merkmale

Ursprünglich diente das Tagesgeld zur Refinanzierung der Banken untereinander bei Liquiditätsengpässen. Als Mitte der 90er Jahre täglich verfügbare Geldmarktfonds in Deutschland zugelassen wurden, entwickelten die Banken das Tagesgeldkonto für Privatkunden als Konkurrenzprodukt. Das Tagesgeldkonto bietet gegenüber den klassischen Anlageformen wie Sparbuch und Festgeld einige Vorteile.

Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich im Wesen nach um ein Sparkonto mit täglicher Kündigungsfrist. Es kann in der Regel nicht für den Zahlungsverkehr genutzt werden, daher ist die Hinterlegung eines Referenzkontos notwendig. Auf dieses Referenzkonto, meistens das Girokonto, werden Auszahlungen vom Tagesgeldkonto getätigt. Über das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto kann der Kunde jederzeit, theoretisch täglich, in voller Höhe verfügen. Dies ist der entscheidende Unterschied des Tagesgeld zum Sparbuch und zur Festgeldanlage. Die Verweildauer des Geldes auf dem Tagesgeldkonto ist in der Regel nicht von Bedeutung. Auszahlungen werden nicht mit einem Strafzins als Abschlag wie beim Sparbuch belegt.

Ein- und Auszahlungen, der meist vierteljährliche Kontoauszug, sowie die Kontoführung sind für den Kunden kostenlos. Die Kontoführung erfolgt häufig über den heimischen PC online oder über eine telefonische Hotline, die nicht immer kostenfrei ist. Der Kunde ist damit von den banküblichen Geschäftsöffnungszeiten unabhängig. Tagesgeldkonten sind für den Kunden sehr bequem, da der Gang zur Bank entfällt. Das Konto kann schriftlich eröffnet werden und die Kontoführung über die Datenübertragungswege erfolgen. Die Auflösung des Tagesgeldkontos ist problemlos und meistens gebührenfrei möglich.